Gin ist längst nicht mehr nur ein klassischer Bestandteil von Cocktails, sondern hat sich zu einer vielseitigen Spirituose mit unzähligen Variationen entwickelt. Eine der spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre ist fassgelagerter Gin – eine ungewöhnliche Mischung aus Tradition und Innovation. Doch was macht diesen besonderen Gin aus, und warum gewinnt er immer mehr an Beliebtheit?
Was ist fassgelagerter Gin?
Während Gin traditionell nach der Destillation direkt abgefüllt wird, durchläuft fassgelagerter Gin – ähnlich wie Whisky oder Rum – eine Reifung in Holzfässern. Dabei nimmt der Gin Aromen aus dem Holz auf und verändert sowohl Farbe als auch Geschmack. Je nach Fassart und Lagerdauer kann dies zu einem komplexeren, wärmeren und oft würzigeren Profil führen.
Die Rolle der Fasswahl
Die Wahl des Fasses hat einen entscheidenden Einfluss auf das Endprodukt. Hier einige der häufig verwendeten Fassarten und ihre Auswirkungen:
Ehemalige Bourbon-Fässer: Verleihen dem Gin Noten von Vanille, Karamell und Eiche.
Sherry- oder Portwein-Fässer: Sorgen für fruchtige, leicht süsse Aromen und eine tiefere Farbgebung.
Neue Eichenfässer: Bringen kräftige Holztöne, Röstaromen und Würze mit.
Ex-Rum-Fässer: Ergänzen den Gin um tropische und süßliche Noten.
Jede Fassart gibt dem Gin eine besondere Tiefe und prägt sein Geschmacksprofil auf vielfältige Weise. Während einige Fässer süsslich-fruchtige Noten hinzufügen, bringen andere eine würzige, geröstete oder sogar leicht rauchige Komplexität mit sich. Dadurch erhält fassgelagerter Gin eine Charakteristik, die ihn teils näher an gereifte Spirituosen wie Whisky oder Rum heranführt.
Geschmackliche Unterschiede
Fassgelagerter Gin unterscheidet sich deutlich von seiner klaren Variante. Während klassischer Gin oft frisch, zitrusbetont und wacholderlastig ist, erhält der fassgereifte Gin eine mildere, vollere Struktur. Die Lagerung kann würzige, leicht rauchige oder karamellige Noten hervorbringen und verleiht dem Gin eine runde, oft samtige Textur. Dadurch eignet sich fassgelagerter Gin nicht nur für Cocktails, sondern auch zum puren Genuss – ähnlich wie Whisky.
Was macht fassgelagerten Gin derzeit so beliebt?
Der Trend zu fassgelagertem Gin wird von mehreren Faktoren angetrieben:
Experimentierfreude: Produzenten und Konsumenten suchen nach neuen Geschmackserlebnissen jenseits des klassischen Gins.
Handwerkliche Herstellung: Viele Destillerien setzen auf kleine Chargen und traditionelle Fasslagerung, was den Gin besonders exklusiv macht.
Parallelen zu Whisky & Rum: Whisky- und Rum-Liebhaber entdecken fassgelagerten Gin als spannende Alternative.
Verändertes Trinkverhalten: Immer mehr Menschen geniessen Spirituosen bewusst und pur – fassgelagerter Gin passt perfekt in diesen Trend.
Wie geniesst man fassgelagerten Gin am besten?
Durch sein vielschichtiges Aroma kann fassgelagerter Gin auf verschiedene Arten genossen werden:
Als Basis für klassische Cocktails: Ein Negroni oder ein Old Fashioned mit fassgelagertem Gin bekommt eine völlig neue Tiefe.
Pur oder auf Eis: Die Aromen entfalten sich besonders gut bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt.
Mit einem milden Tonic Water: Dadurch bleibt das Fass-Aroma erhalten, ohne überdeckt zu werden.
Fazit
Fassgelagerter Gin ist voraussichtlich nicht nur ein kurzlebiger Trend – er verbindet die Komplexität von gereiften Spirituosen mit der Frische und Vielseitigkeit von Gin. Durch die Lagerung im Holzfass entsteht eine einzigartige Geschmackskomposition, die sowohl Gin-Liebhaber als sicherlich auch einige Whisky-Fans begeistert. Wer Gin auf eine neue Art erleben möchte, sollte diesen besonderen Stil also unbedingt mal probieren.
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